Risikoeinschätzung
In dieser als Amphetamin deklarierten Probe wurde nebst einem kleinen Anteil an Amphetamin zusätzlich 47.2 % MDMA und 29.7 % Koffein detektiert.
Aufgrund des erhöhten Gehalts an MDMA besteht die Gefahr, dass unbeabsichtigt eine hohe Menge MDMA konsumiert wird. Zu hohe Dosen MDMA können zu Nebenwirkungen wie Kiefermahlen, Augen- und Muskelzucken oder Krampfanfällen führen. Bei Überdosierungen steigt die Körpertemperatur stark an und es können Halluzinationen auftreten. An Folgetagen, nach der Einnahme solch hoher Dosen MDMA, treten vermehrt Depressionen, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit sowie ein Gefühl starker Antriebslosigkeit auf.
MDMA ist ein synthetisches Amphetaminderivat und gehört zur Gruppe der entaktogenen und emphatogenen Stimulanzien. MDMA gilt als eine der populärsten illegalen Substanzen und wird häufig an Partys konsumiert. MDMA wirkt stimulierend und ist geschnupft bereits in tieferen Dosierungen wirksam als geschluckt. Aufgrund der erhöhten Menge an MDMA in der Probe wird davon ausgegangen, dass der Amphetamin-Probe bewusst MDMA als Streckmittel hinzugefügt wurde, möglicherweise, um einen stärkeren Reinheitsgehalt vorzutäuschen.
Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!